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- | Frage: Entsprechen die Probenahmedauern bzw. Integrationszeiten der einzelnen Messungen den Anforderungen? | + | ====Frage: Entsprechen die Probenahmedauern bzw. Integrationszeiten der einzelnen Messungen den Anforderungen? |
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+ | ===Prüfumfang: | ||
- | Prüfumfang: | + | Zunächst ist zu überprüfen, |
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+ | ===Handlungsempfehlung: | ||
- | Zunächst ist zu überprüfen, | + | Kommt es zu Abweichungen von zuvor vereinbarten Zeiten oder der halben Stunde, so sind diese durch das Messinstitut zu begründen. Sollte keine ausreichende<sup>1</ |
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- | Handlungsempfehlung: | + | |
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- | Kommt es zu Abweichungen von zuvor vereinbarten Zeiten oder der halben Stunde, so sind diese durch das Messinstitut zu begründen. Sollte keine ausreichende 1 Begründung vorliegen, so ist eine Wiederholung der Messung zu fordern (ggf. anzuordnen). | + | |
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- | Hintergrund: | + | |
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+ | ===Hintergrund: | ||
Nach DIN EN 15259 Blatt 1 (7.2.4) ist die zeitliche Lage und die Dauer der einzelnen Messungen im Messplan in Übereinstimmung mit der Messaufgabe festzulegen. | Nach DIN EN 15259 Blatt 1 (7.2.4) ist die zeitliche Lage und die Dauer der einzelnen Messungen im Messplan in Übereinstimmung mit der Messaufgabe festzulegen. | ||
Für die Dauer der Messung gibt die TA-Luft (5.3.2.2) einen Richtwert von 30 Minuten an. Das Ergebnis der Einzelmessung ist als Halbstundenmittelwert zu ermitteln und anzugeben. In besonderen Fällen, z.B. bei Chargenbetrieb oder niedrigen Massenkonzentrationen im Abgas, ist die Mittelungszeit entsprechend anzupassen. | Für die Dauer der Messung gibt die TA-Luft (5.3.2.2) einen Richtwert von 30 Minuten an. Das Ergebnis der Einzelmessung ist als Halbstundenmittelwert zu ermitteln und anzugeben. In besonderen Fällen, z.B. bei Chargenbetrieb oder niedrigen Massenkonzentrationen im Abgas, ist die Mittelungszeit entsprechend anzupassen. | ||
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Für die Messung der Emission von Dioxinen und Furanen sowie Benzo(a)pyren sollte die Probenahmezeit nach TA Luft 5.2.7.2, 13. (§28) und 17. BImSchV (§18) mindestens sechs und höchstens acht Stunden betragen. | Für die Messung der Emission von Dioxinen und Furanen sowie Benzo(a)pyren sollte die Probenahmezeit nach TA Luft 5.2.7.2, 13. (§28) und 17. BImSchV (§18) mindestens sechs und höchstens acht Stunden betragen. | ||
- | + | Die Messungen (Dauer und Anzahl) sind so zu legen, dass der Anlagenbetrieb mit seinem Emissionsverhalten repräsentativ erfasst werden kann (Integrationszeit).\\ | |
- | Die Messungen (Dauer und Anzahl) sind so zu legen, dass der Anlagenbetrieb mit seinem Emissionsverhalten repräsentativ erfasst werden kann (Integrationszeit). | + | Prinzipiell sollte nach DIN EN 15259 Blatt 1 (7.2.4) zwischen folgenden Fällen unterschieden werden:\\ |
- | Prinzipiell sollte nach DIN EN 15259 Blatt 1 (7.2.4) zwischen folgenden Fällen unterschieden werden: | + | •kontinuierliche Prozesse (zeitlich konstant)\\ |
- | •kontinuierliche Prozesse (zeitlich konstant) | + | •kontinuierliche Prozesse mit zeitlichen Einflüssen\\ |
- | •kontinuierliche Prozesse mit zeitlichen Einflüssen | + | •Chargenprozesse\\ |
- | •Chargenprozesse | + | \\ |
- | + | Bei Durchführung einer Netzmessung auf zwei Achsen ist die Dauer des Achsenwechsels zu berücksichtigen. Die zum Achsenwechsel benötigte Zeit verlängert demnach die geplante Probenahmedauer. \\ | |
- | Kontinuierliche Prozesse sind dadurch gekennzeichnet, | + | Grundsätzlich sind bei der Probenahme von partikelförmigen Stoffen auch die Vorgaben der VDI 2066 (Standardreferenzmessverfahren Staub) zu berücksichtigen. In Punkt 11.4 der VDI 2066 wird dargestellt, |
- | Beispiele für typische kontinuierliche Prozesse sind: | + | Beispiel: |
- | •Feuerungsanlagen | + | \\ |
- | •Trocknungsanlagen | + | \\ |
- | •Beschichtungsanlagen | + | //Kontinuierliche Prozesse// sind dadurch gekennzeichnet, |
- | •Drehofenanlagen | + | Beispiele für typische kontinuierliche Prozesse sind:\\ |
- | •Brech- und Klassieranlagen | + | •Feuerungsanlagen\\ |
- | + | •Trocknungsanlagen\\ | |
- | Anzahl der Einzelmessungen ≥ 3 | + | •Beschichtungsanlagen\\ |
- | + | •Drehofenanlagen\\ | |
- | Kontinuierliche Prozesse mit zeitlichen Einflüssen lassen sich dadurch charakterisieren, | + | •Brech- und Klassieranlagen\\ |
- | Beispiele für typische kontinuierliche Prozesse mit zeitlichen Einflüssen sind: | + | **Anzahl der Einzelmessungen ≥ 3 **\\ |
- | •Brennprozesse bei der Ziegelherstellung (z. B. Wagenvorsatz bei Tunnelöfen) | + | \\ |
- | •Herstellung von Glas in Wannenöfen | + | //Kontinuierliche Prozesse mit zeitlichen Einflüssen// lassen sich dadurch charakterisieren, |
- | •Reinigungs– oder Regenerierungsarbeiten | + | Beispiele für typische kontinuierliche Prozesse mit zeitlichen Einflüssen sind:\\ |
- | •längere An– oder Abfahrvorgänge | + | •Brennprozesse bei der Ziegelherstellung (z. B. Wagenvorsatz bei Tunnelöfen)\\ |
- | + | •Herstellung von Glas in Wannenöfen\\ | |
- | Anzahl der Einzelmessungen ≥ 3 +1 | + | •Reinigungs– oder Regenerierungsarbeiten\\ |
- | + | •längere An– oder Abfahrvorgänge | |
- | Chargenprozesse lassen sich vorwiegend dadurch charakterisieren, | + | **Anzahl der Einzelmessungen ≥ 3 +1**\\ |
- | + | \\ | |
- | Anzahl der Einzelmessungen ≥ 6 | + | //Chargenprozesse// lassen sich vorwiegend dadurch charakterisieren, |
- | + | **Anzahl der Einzelmessungen ≥ 6**\\ | |
- | + | \\ | |
- | Beispiele für typische Chargenprozesse sind: | + | Beispiele für typische Chargenprozesse sind:\\ |
- | •Batchprozesse in der chemischen Industrie | + | •Batchprozesse in der chemischen Industrie\\ |
- | •Schmelzanlagen für NE-Metalle | + | •Schmelzanlagen für NE-Metalle\\ |
- | •Stahlerzeugung | + | •Stahlerzeugung\\ |
- | •Hafenöfen bei der Herstellung von Glas | + | •Hafenöfen bei der Herstellung von Glas\\ |
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- | 1 Nicht ausreichend wäre beispielsweise eine unzureichende Absprache mit dem Betreiber über geeignete Messzeitpunkte. | + | |