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-Frage: Ist der eingesetzte Analysator nach Angaben des Messinstitutes für den Zweck eignungsgeprüft?+====Frage: Ist der eingesetzte Analysator nach Angaben des Messinstitutes für den Zweck eignungsgeprüft?====
  
 +\\ 
 +===Prüfumfang:===
  
 +Es ist zu prüfen, ob das Messinstitut im Bericht unter Nr. 3.3.4 angegeben hat, dass der Analysator eignungsgeprüft ist und ob ein Verweis auf die Veröffentlichung der Eignungsbekanntgabe angegeben wird. \\ 
 +Es ist weiterhin zu prüfen, ob der eingestellte Messbereich ausreichend groß ist, um die für die Überwachung erforderlichen Messwerte ermitteln zu können (vgl. DIN EN 14181).\\ 
 +Der erforderliche Messbereich ergibt sich aus den Kurzzeit- (KGW)- und Langzeitemissionsgrenzwerten (LGW) der BImSch-Verordnungen(( Die Begriffe Kurz- und Langzeitgrenzwerte werden aufgrund des Einsatzes im europäischen Kontext und in Normen und Richtlinien verwendet. Übliche Mittelungszeiten für die Bildung von Kurzzeitmittelwerten sind beispielsweise 10 min, 30 min oder 60 min, vgl. VDI 3950-1. Kurzzeitgrenzwert (KGW) und Halbstundengrenzwert (HGW) sind daher meist synonym.))
 +. Da der Grenzwert nach Nr. 2.7 TA Luft noch als eingehalten gilt, solange kein Kurzzeitmittelwert das 2fache des festgelegten Langzeitemissionsgrenzwertes überschreitet, muss der Messbereich in diesem Fall also von Null bis zum Zweifachen des Grenzwertes reichen. 
  
-Prüfumfang:+\\  
 +===Hintergrund:===
  
-Es ist zu prüfenob das Messinstitut im Bericht unter Nr. 3.3.4 angegeben hatdass der Analysator eignungsgeprüft ist und ob ein Verweis auf die Veröffentlichung der Eignungsbekanntgabe angegeben wird.  +Im Musterbericht der VDI 3950-2 wird gefordert, dass sofern für die Aufgabe eignungsgeprüfte Messeinrichtungen verfügbar sind, diese eingesetzt werden müssen.\\  
-Es ist weiterhin zu prüfen, ob der eingestellte Messbereich ausreichend groß ist, um die für die Überwachung erforderlichen Messwerte ermitteln zu können (vgl. DIN EN 14181)+Bei nicht eignungsgeprüften Messeinrichtungen sind folgende Verfahrenskenngrößen anzugeben:\\  
-Der erforderliche Messbereich ergibt sich aus den Kurzzeit- (KGW)und Langzeitemissionsgrenzwerten (LGW) der BImSch-VerordnungenDa der Grenzwert nach Nr2.7 TA Luft noch als eingehalten gilt, solange kein Kurzzeitmittelwert das 2fache des festgelegten Langzeitemissionsgrenzwertes überschreitetmuss der Messbereich in diesem Fall also von Null bis zum Zweifachen des Grenzwertes reichen. +- Einfluss von Begleitstoffen (Querempfindlichkeit)\\  
 +- Einstellzeit (90%-Zeit)\\  
 +- Nachweisgrenze\\  
 +- zeitliche Veränderung der Nullpunktanzeige\\  
 +- gegebenenfalls Standardabweichung\\  
 +- Linearität\\  
 +Es ist auch anzugebenwie diese Daten ermittelt werden. \\  
 +\\  
 +Unter TA Luft, 5.3.3.4, ist der Einsatz geeigneter und nach der Reihe DIN EN 15267 zertifizierten Mess- und Auswerteeinrichtungen für kontinuierliche Messungen gefordert.\\  
 +\\  
 +Eine Zusammenstellung der im Gemeinsamen Ministerialblatt (GMBl) und im Bundesanzeiger (BAnz.bekanntgegebenen Messeinrichtungen, gegliedert nach Messobjekt, Messgerätetyp, Hersteller und bibliographischen Angaben ist auf der Internetseite des Umweltbundesamtes (http://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/messenbeobachtenueberwachen/anerkannte-messgeraete-messverfahren) zu finden\\  
 +\\  
 +Auf der Seite www.qal1.de ist außerdem zu jedem eignungsgeprüften Messgerät das entsprechende Zertifikat hinterlegtauf welchem der Zertifizierungsbereich und die geeigneten Anlagen angegeben werden. \\  
 +\\  
 +Die Einhaltung des Grenzwertes und somit auch die nötigen Messbereiche für die messtechnische Überwachung regeln die jeweiligen Verordnungen: \\ 
  
-Hintergrund: 
  
-Im Musterbericht der VDI 3950 wird gefordert, dass sofern für die Aufgabe eignungsgeprüfte Messeinrichtungen verfügbar sind, diese eingesetzt werden müssen. 
-Bei nicht eignungsgeprüften Messeinrichtungen sind folgende Verfahrenskenngrößen anzugeben: 
-- Einfluss von Begleitstoffen (Querempfindlichkeit) 
-- Einstellzeit (90%-Zeit) 
-- Nachweisgrenze 
-- zeitliche Veränderung der Nullpunktanzeige 
-- gegebenenfalls Standardabweichung 
-- Linearität 
-Es ist auch anzugeben, wie diese Daten ermittelt werden.  
  
-Eine Zusammenstellung der im Gemeinsamen Ministerialblatt (GMBlund im Bundesanzeiger (BAnz.) bekanntgegebenen Messeinrichtungen, gegliedert nach Messobjekt, Messgerätetyp, Hersteller und bibliographischen Angaben ist auf der Internetseite des Umweltbundesamtes (http://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/messenbeobachtenueberwachen/anerkannte-messgeraete-messverfahrenzu finden.  +^ Regelnde Verordnung       ^ Messbereich ^ 
- +| 1.BImSchV § 18 (1       | k.A. | 
-Auf der Seite www.qal1.de ist außerdem zu jedem eignungsgeprüften Messgerät das entsprechende Zertifikat hinterlegt, auf welchem der Zertifizierungsbereich und die geeigneten Anlagen angegeben werden +| 13. BImSchV § 22 (3)      | KGW  | 
- +| 17BImSchV §17 (5      | KGW  | 
-Die Einhaltung des Grenzwertes und somit auch die nötigen Messbereiche für die messtechnische Überwachung regeln die jeweiligen Verordnungen:  +| 27BImSchV § 8 (3)       | KGW  | 
- +| 30BImSchV § 10 (4     | KGW  | 
- +| TA Luft 2.7               | 2facher LGW | 
- +| Bundeseinheitliche Praxis (2.1.1.10) |1,5-facher KGW |
-Regelnde Verordnung+
    
- +\\  
-Messbereich +===Handlungsempfehlung:===
-  +
- +
- +
-1.BImSchV § 18 (1) +
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-k.A. +
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- +
-13. BImSchV § 22 (3) +
-  +
-KGW +
-  +
- +
-17. BImSchV §17 (5) +
-  +
-KGW +
-  +
- +
-27. BImSchV § 8 (3) +
-  +
-KGW +
-  +
- +
-30. BImSchV § 10 (4) +
-  +
-KGW +
-  +
- +
-TA Luft 2.7 +
-  +
-2facher LGW +
-  +
- +
-Bundeseinheitliche Praxis (2.1.1.10) +
-  +
-1,5-facher KGW +
-  +
- +
-Handlungsempfehlung:+
  
 Wenn der Analysator nicht eignungsgeprüft ist, ist er prinzipiell nicht für den Einsatz geeignet. Daher muss vom Betreiber eine Stellungnahme eingefordert werden, warum kein eignungsgeprüftes Gerät eingesetzt wurde. Wenn der Analysator nicht eignungsgeprüft ist, ist er prinzipiell nicht für den Einsatz geeignet. Daher muss vom Betreiber eine Stellungnahme eingefordert werden, warum kein eignungsgeprüftes Gerät eingesetzt wurde.
-Im Regelfall wird eine Messung, die nicht mit einem eignungsgeprüften Gerät durchgeführt wurde, obwohl ein solches prinzipiell existiert, zu wiederholen sein.  +Im Regelfall wird eine Ermittlung, die nicht mit einem eignungsgeprüften Gerät durchgeführt wurde, obwohl ein solches prinzipiell existiert, zu wiederholen sein. \\  
- +\\  
-Sollte der Messbereich nicht dem für die Überwachung erforderlichen Konzentrationsbereich entsprechen, so ist dies im Kalibrierbericht eindeutig darzustellen und ausreichend* zu begründen. Sollte ein falscher Messbereich gewählt worden sein, muss die Messung wiederholt werden.  +Sollte der Messbereich nicht dem für die Überwachung erforderlichen Konzentrationsbereich entsprechen, so ist dies im Kalibrierbericht eindeutig darzustellen und ausreichend(( Eine nachvollziehbare Begründung wäre beispielsweise, dass die Anlage keine Mehremission bis zur Anforderung Messwerte in Höhe des (2fachen) Grenzwertes leisten kann.))  zu begründen. Sollte ein falscher Messbereich gewählt worden sein, muss die Messung wiederholt werden. \\  
- +\\ 
-Eine nachvollziehbare Begründung wäre beispielsweise, dass die Anlage keine Mehremission bis zur Anforderung Messwerte in Höhe des (2fachen) Grenzwertes leisten kann.+
  
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  • Zuletzt geändert: 2018/03/29 09:32
  • von wildanger